Aktuelles

19.11.2025

Projekt Mosaiktisch  sucht Teilnehmer

Das Projekt Mosaiktisch möchte aus den Erfahrungen und den Beiträgen dieser drei Gruppen - trialogisch - ein Buch rund um das Thema dissoziative Identitätsstörung/-struktur zusammenbringen. Dazu brauchen sie eure Beiträge.
In einer ersten Phase bitten sie euch, um Fragen, welche ihr den Menschen dieser drei Gruppen stellen möchtet. In einer zweiten Phase bitten Sie euch diese Fragen mit euren Erfahrungsberichten zu beantworten. Wir unterstützen dieses Projekt und hoffen das viele teilnehmen.

Zum Projekt


05.10.2025

Unterstützung gesucht: Open Access für wichtige Studie zu Versorgungslücken bei dissoziativen Störungen


Am 4. Oktober 2025 wurde der Artikel „Between stigma and gaps in care: The impact of media discourses on the treatment situation of individuals with DID in Switzerland“ [Zwischen Stigmatisierung und Versorgungslücken: Der Einfluss medialer Diskurse auf die Behandlungssituation von Menschen mit dissoziativer Identitätsstörung (DIS) in der Schweiz ] im EJTD zur Veröffentlichung angenommen. Die Studie basiert auf einer anonymen Umfrage unter 201 Betroffenen und dokumentiert erstmals empirisch, wie sich stigmatisierende Medienberichterstattung („Satanic Panic“) auf die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgungslage von Menschen mit dissoziativer Identitätsstörung (DID) in der Schweiz ausgewirkt hat.
Die Ergebnisse zeigen unter anderem:

 

  1. signifikant erhöhte Therapieabbrüche durch Fachpersonen bei Personen mit DIS,
  2. längere Wartezeiten und Klinikablehnungen,
  3. Rückzug spezialisierter Angebote infolge öffentlicher Debatten,
  4. strukturelle Versorgungslücken, verschärft durch mediale Stigmatisierung.

 

Das European Journal of Trauma and Dissociation ist ein international anerkanntes, peer-reviewed Fachjournal. Ohne Open Access ist der Artikel jedoch nur für Abonnent:innen zugänglich – das Monatsabo kostet derzeit rund 70 US-Dollar.
Damit der Artikel frei zugänglich publiziert werden kann, ist eine sogenannte Article Processing Charge (APC) in Höhe von CHF 2565.– erforderlich. Diese gesamten Kosten für Open Access, das professionelle Lektorat sowie die Abwicklung des Crowdfundings belaufen sich auf CHF 3000.- (ca. € 3225.-).
Warum Open Access?

 

  1. Der freie Zugang ermöglicht es auch Betroffenen, Fachpersonen, Studierenden und politischen Entscheidungsträger:innen, sich ohne finanzielle Hürde mit der Thematik auseinanderzusetzen.
  2. Open-Access-Publikationen werden nachweislich häufiger gelesen, zitiert und in die Praxis transferiert.
  3. Die Studie wurde von einer Gruppe Betroffener initiiert – ihre Stimmen und Perspektiven sollen gehört werden.

 

Unser Ziel: CHF 3’000.– (€ 3225.-) über Crowdfunding zu finanzieren.
Wir freuen uns über jeden Beitrag – sei er gross oder klein – und sind dankbar, wenn Sie den Aufruf auch an Fachpersonen, Interessierte oder Institutionen weiterleiten. Besten Dank!

 

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 16.06.2025

Treffen mit Klinik Littenheid und Pro Mente Sana

Wir haben uns mit der Klinik Littenheid und Pro Mente Sana getroffen, um auf die schwierige Versorgungssituation für komplex traumatisierte Menschen hinzuweisen - insbesondere auf die Folgen der Konzeptumstellung in Littenheid.
Die Klinik teilte mit, dass sie auch in Zukunft kein spezifisches Behandlungsangebot für Menschen mit Dissoziativer Identitätsstruktur (DIS) mehr anbieten wird. Betroffene seien jedoch weiterhin zu einem Vorgespräch auf der Traumastation willkommen.
Wir sind enttäuscht über diesen Entscheid. Gleichzeitig sind wir dankbar, dass wir unsere Anliegen direkt einbringen und auf den entstandenen Missstand unmissverständlich aufmerksam machen konnten.
Die Diskussion geht weiter. Für viele Betroffene steht viel auf dem Spiel!

 


24.04.2025

Gespräch mit der Privatklinik Meiringen

Wir waren in der Privatklinik Meiringen und hatten die Möglichkeit, ein Gespräch mit dem ärztlichen Direktor, Prof. Dr. med. Thomas Jörg Müller, zu führen. Dabei konnten wir unsere Anliegen hinsichtlich der Versorgung komplex traumatisierter Menschen, insbesondere im Zusammenhang mit dissoziativen Störungen, ausführlich darlegen. Das Gespräch verlief konstruktiv, und wir stießen auf offene Ohren. Wir konnten ein Stück weit dafür sensibilisieren, wie herausfordernd die aktuelle Versorgungssituation für Betroffene ist. Es wurde deutlich, dass Handlungsbedarf besteht - und Prof. Dr. Müller zeigte Verständnis für die Dringlichkeit dieser Thematik.
Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit dieses Gesprächs. Es gibt uns Hoffnung, dass sich langfristig etwas zum Positiven verändern kann. Wir wünschen uns, dass auch andere Kliniken eine ebenso offene und dialogbereite Haltung zeigen.


 31.03.2025

Neues Angebot u.a. auch für Traumafolgestörungen 

Mit dem neuen Ambulatorium «im Quadro» in Zürich-Oerlikon erweitert die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) ihr Angebot insbesondere in Bereichen mit hohem Bedarf – darunter auch die Behandlung von Traumafolgestörungen. Betroffene profitieren von einer niederschwelligen und raschen Erstversorgung sowie Kurzzeitpsychotherapie, mit einem Erstgespräch innerhalb einer Woche. Zusätzlich werden störungsspezifische Gruppenangebote angeboten, die einen schnellen Behandlungsbeginn ermöglichen. Die integrierte Tagesklinik erlaubt eine intensivere, modulare Behandlung, was insbesondere bei komplexen Traumafolgestörungen hilfreich sein kann. Ziel ist es, Wartezeiten zu reduzieren und zeitnah passende Unterstützungsangebote zu vermitteln.

Link


09.03.2025

Gesprächsversuch mit Clienia Littenheid und Gesundheitsamt des Kantons Thurgau gescheitet.

Wir haben versucht, ein gemeinsames Gespräch mit der Clienia Littenheid AG und dem Gesundheitsamt des Kantons Thurgau zu organisieren, um eine Lösung für die entstandene Versorgungslücke zu finden. In einem Schreiben haben wir auf diese Problematik hingewiesen, an die Verantwortung appelliert und um eine gemeinsame Lösungsfindung gebeten. Leider ist dieser Versuch gescheitert. Die Klinik war bereit, daran teilzunehmen, was wir sehr schätzen. Vom Kanton Thurgau erhielten wir jedoch keine Antwort. Auch auf eine zweite Nachfrage wurde unser Anliegen ignoriert.
Wir sind sehr enttäuscht über das Verhalten des Kantons Thurgau, der jegliche Kommunikation mit uns als Patientenorganisation verweigert hat. Es entsteht der Eindruck, dass kein Bewusstsein dafür besteht, welchen erheblichen Schaden die getroffenen Maßnahmen verursacht haben. Besonders für Patient*innen mit einer Dissoziativen Identitätsstörung oder einer partiellen Dissoziativen Identitätsstörung bedeutet dies, dass sie weiterhin keine adäquate Hilfe erhalten.
Das Schreiben an die Verantwortlichen kann im Download nachgelesen werden.

Schreiben an Clienia Littenheid und Kanton TG
Schreiben KtTG CL.pdf (35.51KB)
Schreiben an Clienia Littenheid und Kanton TG
Schreiben KtTG CL.pdf (35.51KB)


03.02.2025

Heftige Vorwürfe von SRF an eine Therapeutin sind weitgehend entkräftet

Ein "NZZ" Artikel von Simon Hehli

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26.01.2025

Wegen Satanic Panic: «Niemand mehr wollte mich behandeln, ich dachte an Suizid»

Ein "CH Media" Artikel von Sabine Kuster

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04.01.2025 

Die Psychiatrie entwickelt sich immer stärker Richtung Medizin. Damit verliert sie ihre humane Perspektive. Ein Desaster

Ein "NZZ" Artikel von Beat Kissling

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08.07.2024

Hintergründe zur Medienkampagne und ihre Konsequenzen

Ein Positionspapier von Hanna Egli-Bernd


24.08.2023

Therapeuten und Traumatisierte fühlen sich einer Hexenjagd ausgesetzt. Mit tragischen Folgen für die Missbrauchsopfer

Ein "NZZ" Artikel von Simon Hehli

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21.02.2023

 Unter Generalverdacht der Fehltherapie

Ein "Die Ostschweiz" Artikel von Michel Bossert

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